Villalobos: Biographie‹‹ zeigten dem vorpubertären Ricardo, wie man trommelt. Bald bekam Ricardo seine erste Conga und wurde, noch bevor er anfing aufzulegen und in Clubs zu gehen, zum Percussionisten. Ein tiefes Gefühl für Rhythmik hat ihn also schon in Kindheitstagen geprägt und heute noch ist er total fasziniert, wenn er einen guten Percussionspieler hört, der absolut drin ist in seinem Tun. Seine Eltern förderten ihn auch hier und gaben ihrem Sohn die Möglichkeit, sich in Brasilien, Kuba und Deutschland in der Trommelkunst unterrichten zu lassen. Da seine Mutter bei einer Fluggesellschaft arbeitete, konnte er in den Ferien so manchen Freiflug für sich nutzen. Von seinem Vater übernahm er nicht nur die Leidenschaft für gute Musik, sondern auch das eifrige Sammeln von Platten. Um 1988 herum stand er das erste Mal als DJ in einer richtigen Diskothek, nachdem er sich zuvor bei Schulpartys und Sessions im eigenen Partykeller bewährt hatte. Zuvor hatte ihm sein Vater im Alter von 15 Jahren einmal das berühmt-berüchtigte Dorian Gray im Flughafen von innen gezeigt - die Clubszene hat er jedoch jahrelang zunächst mehr von der Beobachterperspektive aus erlebt. Anfang der 90er hat er dann vermehrt in eigenes Equipment investiert, nachdem er bereits einige Jahre zuvor seinen ersten kleinen Roland-Syntheziser geschenkt bekam. Schulkameraden haben hier seine Begeisterung für die kleinen grauen oder schwarzen Gerätschaften geweckt mit denen man so merkwürdig schöne Musik machen konnte. Da er in den 80ern zum fanatischen
›› |